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Votation 18 Mai 2025: Genfer Steuerinitiative & Richterwahl

Thomas Davies Thompson • 2026-07-07 • Gepruft von Elias Hoffmann

Am 18. Mai 2025 gingen die Genfer Stimmberechtigten an die Urne – aber viele blieben zu Hause. Trotz einer wegweisenden Steuerinitiative und einer umstrittenen Systemfrage lag die Beteiligung bei gerade 28,21 Prozent. Was wurde entschieden, und warum war der Urnengang so bedeutsam? Wir fassen die Resultate, die Hintergründe und die politische Einordnung zusammen.

Abstimmungsdatum: 18. Mai 2025 ·
Kanton: Genf ·
Stimmbeteiligung: 28,21% ·
Abgegebene Stimmen: 79’923

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
  • Keine eidgenössische Abstimmung am 18. Mai 2025 (Bundesrat / admin.ch)
  • Genf entschied über Steuerinitiative und Gegenvorschlag (Kanton Genf)
  • Beide Vorlagen abgelehnt (SRF)
2Was unklar ist
  • Langfristige Steuerwirkungen der Initiative bleiben politisch umstritten (SRF)
  • Auswirkungen der Ablehnung auf kommende kantonale Vorlagen noch offen (Watson)
3Zeitleisten-Signal
  • Bundesrat bestätigte am 15. Januar 2025: kein eidgenössischer Urnengang (Bundesrat / admin.ch)
  • Resultate wurden am Abstimmungssonntag veröffentlicht (Kanton Genf)
4Wie es weitergeht
  • Nächste kantonale Abstimmung in Genf voraussichtlich im Herbst 2025 (SRF)
  • Allfällige eidgenössische Vorlagen an späteren Terminen (SRF)

Die folgende Tabelle fasst die sechs wichtigsten Kennzahlen zur Abstimmung zusammen – ein klares Bild der Beteiligung und der Vorlagen.

Sechs wichtige Kennzahlen zur Abstimmung – ein klares Bild der Beteiligung und der Vorlagen.
Merkmal Wert
Abstimmungsdatum 18. Mai 2025
Kanton Genf
Anzahl Vorlagen 2
Stimmbeteiligung 28,21%
Abgegebene Stimmen 79’923
Offizielle Ergebnisse ge.ch/votations/20250518/

Was wurde am 18. Mai 2025 in Genf abgestimmt?

Überblick über die beiden Vorlagen

  • Die Initiative «J’y vis, j’y paie!» (Nr. 187) forderte eine Änderung des Steuersystems für im Kanton wohnhafte Personen.
  • Der Grosse Rat legte einen Gegenvorschlag vor, der das System ebenfalls anpassen sollte.
  • Laut SRF lehnte das Stimmvolk beide Vorlagen ab.

Unterschied zwischen kantonaler und eidgenössischer Abstimmung

Der Bundesrat hatte bereits am 15. Januar 2025 bekanntgegeben, dass am 18. Mai 2025 keine eidgenössische Volksabstimmung stattfindet – eine Bestätigung der SRF-Berichterstattung. Der Urnengang im Kanton Genf war somit rein kantonal. Auch andere Kantone wie Aargau und St. Gallen nutzten das Datum für eigene Vorlagen – so veröffentlichte der Kanton Aargau explizit, dass keine eidgenössischen Vorlagen zur Abstimmung gelangten.

Der Unterschied

Kantonale Abstimmungen betreffen ausschliesslich den Kanton – anders als eidgenössische Urnengänge, über die in der ganzen Schweiz abgestimmt wird.

Die Implikation: Am 18. Mai lag der Fokus ganz auf den Kantonen. Für Genf bedeutete dies eine hohe Aufmerksamkeit auf die lokale Steuerfrage – bei gleichzeitig tiefer Beteiligung.

Was ist die Initiative «J’y vis, j’y paie!»?

Ziel und Inhalt der Initiative

  • Die von der SVP lancierte Initiative verlangte, dass Steuerpflichtige dort besteuert werden, wo sie wohnen – unabhängig vom Arbeitsort.
  • Der Gegenvorschlag des Grossen Rats sah eine gemässigte Anpassung vor.
  • Beide Vorlagen wurden vom Volk abgelehnt (Watson).

Unterstützer und Gegner

Die Initiative wurde von bürgerlichen Kreisen getragen, während die Genfer Regierung und die Grünen den Gegenvorschlag unterstützten. Die Plattform SRF berichtet von einer klaren Polarisierung zwischen den beiden Lagern.

Ergebnis der Abstimmung

Die definitive Auszählung ergab ein Nein sowohl zur Initiative als auch zum Gegenvorschlag. Die Resultate sind auf der offiziellen Seite des Kantons Genf (ge.ch) einsehbar.

Fazit: Die Genfer Steuerzahler lehnten beide Systemänderungen ab – ein klares Votum gegen weitreichende Steuerreformen.

Das klare Votum zeigt, dass die Genfer keine grundlegenden Steuerreformen wünschen.

Welche Verfassungsänderung wurde bei der Richterwahl beschlossen?

Hintergrund der Verfassungsänderung

  • Die Vorlage betraf die Wahl der nichtberuflichen Richter (Suppleanten und Assessoren) durch den Grossen Rat.
  • Der Vorschlag wurde von den Grünen Genf unterstützt (Verts GE).
  • Die Verfassungsänderung wurde laut ge.ch angenommen.

Auswirkungen auf die Wahl der nichtberuflichen Richter

Neu soll der Grosse Rat die Suppleanten und Assessoren nach einem transparenteren Verfahren wählen. Die langfristigen Folgen sind noch nicht vollständig absehbar – die Praxis in den nächsten Jahren wird zeigen, ob die Reform die erhoffte Wirkung entfaltet.

Das Paradox

Während die Steuerinitiative scheiterte, stimmte Genf einer institutionellen Neuerung zu – die Bürger waren offenbar bereit, die Justizwahl zu reformieren, nicht aber das Steuersystem.

Der Knackpunkt: Die Verfassungsänderung ist ein erster Schritt zu mehr Transparenz, doch ob er allein ausreicht, bleibt fraglich.

Wie hoch war die Stimmbeteiligung und was sagen die Ergebnisse?

Stimmbeteiligung im Detail

  • 79’923 Stimmberechtigte gaben ihre Stimme ab – das entspricht 28,21 Prozent (Kanton Genf).
  • Zum Vergleich: Im Kanton St. Gallen lag die Beteiligung am selben Tag bei rund 33 Prozent (Kanton St. Gallen).
  • Eidgenössische Abstimmungen erreichen in der Schweiz meist Beteiligungen über 40 Prozent.

Vergleich mit früheren kantonalen Abstimmungen

Die Beteiligung von 28,21% liegt im typischen Bereich für kantonale Urnengänge in Genf – aber die Tragweite der Vorlagen hätte eine höhere Mobilisierung erwarten lassen.

Analyse der Ja/Nein-Verhältnisse

Die offiziellen Zahlen auf ge.ch zeigen klare Ablehnung der Steuerinitiative und des Gegenvorschlags. Die Verfassungsänderung zur Richterwahl wurde hingegen angenommen.

Der Muster

28 Prozent Beteiligung bei gleichzeitiger Entscheidung über eine polarisierende Steuerfrage und eine institutionelle Reform – das scheint ein typisches Muster für kantonale Abstimmungen: Je spezifischer die Vorlage, desto geringer der Mobilisierungseffekt.

Das bedeutet: Wer abstimmt, entscheidet mitüber den Ausgang. Die tiefe Beteiligung gibt einer motivierten Minderheit faktisch ein grösseres Gewicht.

Gibt es eine eidgenössische Abstimmung am 18. Mai 2025?

Aussage des Bundesrates

  • Der Bundesrat bestätigte am 15. Januar 2025, dass der Termin 18. Mai nicht für eine eidgenössische Volksabstimmung genutzt wird (admin.ch).
  • Ein allfälliger Urnengang zu einem Bundesgesetz wurde auf einen späteren Termin verschoben.

Gründe für die Verschiebung

Die Bundesverwaltung nannte keine expliziten Gründe, aber üblich ist, dass nicht jedes Datum mit eidgenössischen Vorlagen belegt wird – insbesondere wenn die Kantone viele eigene Vorlagen planen.

«Der Bundesrat hat entschieden, den Abstimmungstermin vom 18. Mai 2025 nicht für eine eidgenössische Volksabstimmung zu nutzen.»

Bundesrat – offizielle Mitteilung vom 15. Januar 2025

Die Konsequenz: Wer am 18. Mai über nationale Themen abstimmen wollte, musste warten – der Tag gehörte ganz den Kantonen.

Zeitleiste

Bis 15. Januar 2025
Festlegung der Abstimmungsdaten durch den Bundesrat; Bestätigung, dass keine eidgenössische Abstimmung am 18. Mai 2025 stattfindet (SRF).
Vor dem 18. Mai 2025
Abstimmungskampf und Veröffentlichung der offiziellen Abstimmungsunterlagen durch den Kanton Genf (Kanton Genf).
18. Mai 2025
Abstimmungstag in Genf; Auszählung der Stimmen. Resultate ab etwa 15–17 Uhr erwartet (Staatskanzlei Kanton Bern).
Nach dem 18. Mai 2025
Veröffentlichung der definitiven Ergebnisse auf ge.ch.

Diese wichtige Unterscheidung erklärt die niedrige Beteiligung.

Was ist bestätigt, was bleibt unklar?

Bestätigte Fakten

  • Am 18. Mai 2025 fand in Genf eine kantonale Volksabstimmung statt. (offizielles Ergebnisportal des Kantons Genf)
  • Die Initiative «J’y vis, j’y paie!» und ein Gegenvorschlag wurden abgelehnt (SRF).
  • Die Stimmbeteiligung betrug 28,21% (Kanton Genf).
  • Keine eidgenössische Abstimmung an diesem Datum (Bundesrat / admin.ch).

Was unklar ist

  • Die langfristigen Auswirkungen der Verfassungsänderung auf die Richterwahl sind noch nicht absehbar (SRF).
  • Die genauen Steuerwirkungen der abgelehnten Initiative bleiben Gegenstand politischer Debatten (Watson).
  • Ob die Reform tatsächlich zu mehr Transparenz führt, muss sich erst in der Praxis erweisen (Grüne Genf).
  • Die Auswirkungen der Ablehnung auf die kantonale Finanzpolitik sind noch nicht absehbar (SRF).

«Die Genfer Stimmberechtigten haben sowohl die Initiative als auch den Gegenvorschlag zur Steuerfrage abgelehnt.»

Watson – Übersicht der Abstimmungsresultate

«Der 18. Mai 2025 war ein Abstimmungssonntag ohne eidgenössische Vorlagen, aber mit vielen kantonalen und kommunalen Abstimmungen.»

SRF – Übersicht kantonaler Abstimmungen

Der 18. Mai 2025 war in der Schweiz ein reiner Kantonalsonntag. Für Genf fiel die Entscheidung klar: Die Bürger behielten das Steuersystem bei, öffneten aber die Justizwahl für eine Reform. Die tiefe Beteiligung von 28,21% zeigt, dass kantonale Themen oft weniger mobilisieren als nationale – eine Tatsache, die künftige Kampagnen berücksichtigen sollten. Für den Kanton Genf heisst das: Wer die nächste Vorlage durchbringen will, muss die Stimmbürger besser abholen – oder das tiefe Beteiligungsniveau als gegeben akzeptieren.

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Ähnlich aufschlussreich sind die Genfer Abstimmungsergebnisse vom Juni, die zeigen, wie sich die politischen Gräben im Kanton weiterentwickeln.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Personen haben am 18. Mai 2025 abgestimmt?

79’923 Stimmberechtigte gaben ihre Stimme ab – das entspricht einer Beteiligung von 28,21% (offizielle Seite des Kantons Genf).

Welche Parteien unterstützten die Initiative «J’y vis, j’y paie!»?

Die Initiative wurde von der SVP und bürgerlichen Kreisen lanciert; der Gegenvorschlag stiess auf Unterstützung der Regierung und der Grünen Genf (SRF).

Wie war das Ja/Nein-Verhältnis bei der Verfassungsänderung?

Die Verfassungsänderung zur Richterwahl wurde angenommen; genaue Zahlen sind auf ge.ch abrufbar.

Wann ist die nächste Abstimmung in Genf?

Der Kanton Genf plant die nächsten Urnengänge im Herbst 2025; genaue Daten gibt die Staatskanzlei bekannt.

Kann ich die Abstimmungsresultate online einsehen?

Ja, unter offizielle Ergebnisse (ge.ch) sind alle offiziellen Ergebnisse veröffentlicht.

War die Stimmbeteiligung typisch für kantonale Abstimmungen in Genf?

Die 28,21% liegen im Bereich früherer kantonaler Abstimmungen in Genf, sind aber niedriger als bei eidgenössischen Urnengängen (Kanton St. Gallen zeigt ähnliche Werte).

Die Antworten bieten eine schnelle Orientierung für interessierte Leser.



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